No-Go

Blitz

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Von Betroffenen für Betroffene.

Cindra hatte am 28.03.2013 um 21:25 Uhr die Idee:

Ich gründe einen e.V. "Keine Anfälle mehr"

Gatta wollte das erste Gründungsmitglied sein.

Und so wollen wir es machen. Anfälle sind das absolute No-Go. Sie sollen einfach nicht sein, und sie sind für uns alle unerträglich.

Was meinst du? Wer könnte und wer sollte uns helfen?

Wir sind schon viel zu lange das No-Go der Gesellschaft.

So geht es nicht.

No-Go keine Anfälle mehr - Forderungskatalog:

- ich will keine Anfälle mehr

- ich lasse mich nicht verunsichern und ich lasse mich nicht unterkriegen

- ich poche auf meine Grundrechte

- ich lasse mich nicht diskriminieren

- ich werde selbst aktiv, und suche im Internet nach verfügbaren Informationen zu meiner Krankheit
wenn ich im Internet oder in der Bibliothek oder in Büchern nix finde, frage ich meinen Arzt Löcher in den Bauch

- ich lasse mich nicht in 10 min Sprechzeit beim Arzt abfrühstücken, das reicht mir nicht

- ich mache meinen Arzt darauf aufmerksam, daß er mich voll und ganz über die Anfälle, die ich habe, zu informieren hat

- wenn mir mein Arzt das Autofahren verbietet, will ich das schriftlich haben, und ich will auch schriftlich haben, wie lange das Fahrverbot gilt

- wenn mir mein Arzt Medikamente verordnet, will ich, daß er oder sie mich genau über die zu erwartenden Nebenwirkungen aufklärt, wie ich meine Medikamente zu nehmen habe, will ich schriftlich haben

- ich will, daß mein Arzt in der Woche Mo-Fr von 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr telefonisch erreichbar ist, in den anderen Zeiten, will ich eine kostenlose Notfallnummer haben

- ich will, daß meine Epilepsie auch im Beruf berücksichtigt wird, ich will einen sicheren Job ohne Gefahr und ohne, daß ich wegen der Epilepsie schief angeguckt werde.

- ich will daß die Behandlung bei allen Neurologen gleich standardisiert ist ist. Es kann nicht sein, daß es Neurologen gibt, die von Epilepsie so gut, wie keine Ahnung haben. Es kann auch nicht sein, daß mir nur ein Epileptologe helfen kann. Epilepsie ist eine so verbreitete Krankheit. Medizinstudenten müssen das in der Universität lernen. Epilepsie sollte im Fachgebiet Neurologie Pflichtfach werden.

- wenn ich wegen eines Anfalls mit dem Notarztwagen ins Krankenhaus komme, erwarte ich in jedem Krankenhaus sehr gute Bedingungen um epilepsiekranke Patienten zu behandeln.

- ich erwarte von meinem Hausarzt, daß er in der Lage ist, meine nächsten Angehörigen aufzuklären, was im Anfallsfall zu tun ist.

- ich will daß auch mein Hausarzt mir die Epilepsie Medikamente verschreiben kann und nicht nur der Neurologe.

- wenn ich zum Video Monitoring muß, will ich nicht 3 Monate auf einen Termin warten. 1 Monat Wartezeit ist völlig ausreichend.

- in jeder größeren Stadt sollte es Epilepsie Ambulanzen geben, die von Montags bis Freitags 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet haben.

- ich will, daß die Pharmaindustrie viel mehr forscht und bessere Medikamente mit wesentlich weniger Nebenwirkungen zur Verfügung stellt.

- ich will, daß ich wesentlich mehr, als bisher, über Medikamentenstudien aufgeklärt werde.

- ich will, daß die notwendigen Tierversuche auf ein Minimum reduziert werden.

- ich will bunte hübsche Tabletten schlucken.

- ich will, wenn ich wegen der Epilepsie operiert werde, genau über die Risiken aufgeklärt werden. ich will, daß es wesentlich mehr Häuser in Deutschland gibt, als bisher, die eine solche Operation anbieten.

- ich will, daß Neurologen und Epileptologen nur höchstens 8 Stunden pro Schicht arbeiten, damit sie ausgeruht zum Patienten kommen. ich will, daß es keine Doppelschichten mehr für Ärzte gibt.

- ich will, daß mein zuständiger Apotheker nicht den Job meines Arztes machen muß. Es ist Aufgabe meines Neurologen und meines Hausarztes mich über die Nebenwirkungen und Wirkungsweise der Medikamente aufzuklären.

- ich will, daß epi-care oder andere Epilepsie Meldegeräte kostenlos für mich sind.

- ich will, daß ich im Bedarfsfall einen Anfalls Melde Hund kostenlos bekomme. so ein Tier soll mich im Regelfall 10 Jahre seines Lebens begleiten. Für sein Training und das Futter soll die Krankenkasse die Kosten übernehmen.

- ich will, daß ich nicht mehr darauf achten muß ob aut idem angekreuzt wurde oder nicht. Ich erwarte stets die besten und wirkungsvollsten und nebenwirkungsärmsten Medikamente.

- ich will, daß jeder Epilepsiepatient ohne großes Theater einen Schwerbehindertenausweis mit den Merkzeichen B; G; H; erhält. Ich will, daß die Ausstellung eines solchen Ausweises nicht länger, als 1 Monat dauert.

- ich will, wenn ich Auto fahre und berufstätig bin und auf's Auto angewiesen bin, daß mir im Anfallsfall bei Fahrverbot, ein Fahrdienst für die gesamte Zeit vom Arbeitsamt bezahlt wird.

- ich will, wenn ich schwanger werde und Antiepileptika schlucke, daß jeder Frauenarzt bestens Bescheid weiß. Ich will schon im Vorfeld abklären, daß ich nur Medikamente bekomme, mit denen eine Schwangerschaft möglich ist.

- ich will, daß mein epilepsiekrankes Kind in jedem deutschen Kindergarten aufgenommen wird und dort nicht ausgegrenzt wird.

- wenn mein epilepsiekrankes Kind in die Schule kommt, erwarte ich daß der dortige Direktor über die Krankheit Epilepsie Bescheid weiß, und im Falle des Anfalls die erforderlichen Maßnahmen ergreift.

- ich erwarte von allen Ärzten, Sanitätern, Lehrern und Ausbildern, daß sie im Umgang mit der Krankheit Epilepsie geschult sind, und im Falle eines Anfalls helfen können.

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No-Go

Der Ausdruck No-Go (amerikan. engl. ˈnoʊ ˈgoʊ) bezeichnet als Anglizismus im Deutschen ein Verbot oder Tabu. „Das ist ein absolutes No-Go“ bedeutet: Es ist verboten, unangemessen (Fettnäpfchen, Fauxpas), schädlich oder kontraproduktiv; umgangssprachlich ist „Das geht gar nicht!“ gemeint.
Der Ursprung des Ausdrucks liegt im Jargon der amerikanischen Astronauten. No-Go bedeutet dort „funktioniert nicht richtig“ oder „nicht bereit“: Für eine Startfreigabe (Go) müssen alle Faktoren positiv sein, ein einziges Versagen verursacht eine Startunterbrechung (No Go).
Bei der im Deutschen üblichen Verwendung von "No-Go" als Substantiv mit dem unbestimmten Artikel handelt es sich allerdings um ein Missverständnis einer amerikanischen umgangssprachlichen Redewendung, d.h. um einen so genannten Pseudo-Anglizismus (Scheinanglizismus). Das "Tabu", das "Fettnäpfchen" ist im amerikanischen Englisch ein "No-No". Hingegen ist "no-go" im amerikanischen Englisch ein Adjektiv, kein Substantiv: "This is no-go" bedeutet: "Es funktioniert nicht, es wurde aufgegeben", und es kommt vor allem attributiv vor als "no-go area"(mil.) , also im Sinne von Gebiet, das nicht betreten oder überflogen werden darf.

http://de.wikipedia.org/wiki/No-Go

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http://www.vereinsknowhow.de/kurzinfos/leitfaden.htm

Wir wollen keine Anfälle mehr - No-Go

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© 2013 Susanne Albers